Natürlicher und synthetischer Kaschmir im Vergleich

Begriffe wie „Kaschmir-Touch“, „cashmere-like“ oder „Kaschmir-Feeling“ beschreiben kein Material, sondern ein Gefühl. Dahinter stecken in aller Regel Acryl, Viskose oder Polyestermischungen. Der Unterschied zeigt sich nicht im Laden, sondern nach dem dritten Winter.
Was Naturfaser leistet
- Temperaturausgleich: Kaschmir wärmt und lässt zugleich Feuchtigkeit entweichen – Kunstfaser tut das nicht.
- Gewicht: Bei gleicher Wärmeleistung ist Kaschmir deutlich leichter.
- Geruch: Naturfaser nimmt kaum Gerüche an und muss selten gewaschen werden.
- Lebensdauer: Gut gepflegter Kaschmir hält Jahrzehnte, Acryl verliert nach wenigen Saisons Form und Griff.
Drei Tests für zu Hause
Der Wärmetest: Legen Sie die Hand eine Minute auf den Stoff. Naturfaser nimmt die Körperwärme an, Kunstfaser bleibt kühl und beginnt zu schwitzen.
Der Statik-Test: Reiben Sie den Stoff kurz. Knistert es oder stellen sich die Härchen auf, ist Kunstfaser im Spiel.
Das Etikett: „100 % Kaschmir“ ist eine geschützte Angabe. Steht dort ein Mischungsverhältnis, ist das Produkt genau das – eine Mischung.
Und die Umweltbilanz?
Synthetische Fasern setzen bei jeder Wäsche Mikroplastik frei. Kaschmir ist ein nachwachsender Rohstoff, der am Ende seines Lebens vollständig abbaubar ist. Entscheidend ist allerdings, wie er gewonnen wird: Überweidung durch industrielle Herden schädigt das Grasland. Deshalb arbeiten wir mit kleinen Herden und festen Partnerbetrieben im Himalaya.