Kaschmir oder Seide – was passt wozu?

Kaschmir und Seide gelten beide als Luxusfasern, lösen aber völlig verschiedene Aufgaben. Die eine wärmt, die andere fällt. Wer das weiß, kauft deutlich zielsicherer.
Der direkte Vergleich
- Wärme: Kaschmir isoliert etwa achtmal so stark wie Schafwolle. Seide isoliert kaum, reguliert aber die Temperatur.
- Fall: Seide fließt und glänzt. Kaschmir hat Volumen und einen matten, weichen Griff.
- Gewicht: Beide sind leicht – Seide ist dünner, Kaschmir wärmer pro Gramm.
- Pflege: Beide werden von Hand oder im Wollprogramm gewaschen. Kaschmir verzeiht Fehler eher als Seide.
- Haltbarkeit: Kaschmir hält bei guter Pflege Jahrzehnte, Seide reagiert empfindlich auf Sonne und Reibung.
Wofür Kaschmir die bessere Wahl ist
Für alles, was wärmen soll: Pullover, Jacken, Schals im Winter, Decken. Auch für Reisen ist Kaschmir praktischer, weil er knitterarm ist und sich klein zusammenlegen lässt.
Wofür Seide die bessere Wahl ist
Für Tücher, die elegant fallen sollen, für den Sommer und für alles, was unter einer Jacke getragen wird, ohne aufzutragen. Auch als Futterstoff ist Seide unschlagbar.
Und die Mischung?
Kaschmir-Seide-Mischungen verbinden Wärme mit Glanz und Fall. Sie eignen sich besonders für Übergangstücher, die im Frühjahr und Herbst getragen werden – warm genug für kühle Abende, leicht genug für den Tag.